Zurück

Gesundheitstip des Tages: Erkrankungen durch Zecken

Zecken leben in Bodennähe. Sie übertragen beim Blutsaugen Bakterien und Viren, die in Europa vor allem die Lyme-Borreliose und die Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) auslösen. Die Borreliose wird durch ein Bakterium verursacht, die FSME-Erkrankung durch ein Virus.

Beide Infektionen können zur Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns, der Nerven und des Rückenmarks führen. Die Entzündungen der Nerven können Lähmungen verursachen. Bei schwerer Erkrankung kann der ganze Körper gelähmt werden. Bei der Borreliose können zusätzlich Erkrankungen der Gelenke, der Haut und des Herzens auftreten.

An welchen Anzeichen kann ich die Erkrankungen erkennen?

FSME: Die FSME-Erkrankung beginnt häufig wie eine Grippe ("Sommergrippe") mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.

Borreliose: Rund 80% der Borreliose Erkrankten klagen im Akutstadium über grippeähnliche Beschwerden wie Müdigkeit, Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen sowie leichtes Fieber, gelegentlich kommt noch eine Nackensteifigkeit dazu. Weiterhin kann eine ringförmige Rötung der Haut um die Einstichstelle oder an anderen Körperstellen (Erythema chronicum migrans) kann ein Anzeichen für eine Borreliose sein. Diese Hautrötung tritt jedoch nicht immer auf. Sollten Sie eine solche Rötung erkennen, suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf!

Kann ich mich vor den Erkrankungen schützen?

Vor der FSME-Erkrankung können Sie sich durch eine Impfung schützen lassen. Eine Schutzimpfung gegen Borreliose gibt es (noch) nicht. Sie ist jedoch mit Antibiotika behandelbar, wenn die Behandlung so früh wie möglich begonnen wird.